ANTIMIKROBIELLE SELBSTREINIGUNG
Industrieräder richtig auswählen – worauf kommt es an?
20.08.2026
Lesezeit: Minuten
Das richtige Industrierad für jede Anwendung
Räder und Rollen sorgen in zahlreichen industriellen Anwendungen für die sichere und effiziente Bewegung von Transportwagen, Maschinen und Ausrüstungen. Was auf den ersten Blick wie ein einfaches Bauteil erscheint, muss dabei ganz unterschiedliche Anforderungen erfüllen.
Die Wahl des passenden Rades hängt deshalb nicht nur von Durchmesser und Tragfähigkeit ab. Auch Material, Bodenbeschaffenheit, Geschwindigkeit, Manövrierbarkeit und Umgebungsbedingungen spielen eine wichtige Rolle.
Der Aufbau beeinflusst die Eigenschaften
Ein Industrierad besteht aus mehreren Elementen: Lauffläche, Bandage, Radkörper, Nabe und Lagerung. Die Lauffläche steht in direktem Kontakt mit dem Boden und kann glatt oder profiliert ausgeführt sein. Die Bandage bildet den äusseren Ring des Rades, während der Radkörper die tragende Verbindung zur Nabe herstellt. In der Nabe befinden sich die Achse oder Lagerelemente, welche die Drehbewegung erleichtern.
Erst das Zusammenspiel dieser Komponenten bestimmt die Eigenschaften des gesamten Rades.
Das richtige Material für die Anwendung
Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz. Die technische Dokumentation von ELESA unterscheidet unter anderem Räder aus Gummi und Polyurethan sowie monolithische Räder.
Gummi zeichnet sich insbesondere durch seine elastischen Eigenschaften aus. Bei Polyurethan lassen sich gute elastische Eigenschaften mit vergleichsweise hoher Härte und mechanischer Widerstandsfähigkeit kombinieren. Bei monolithischen Rädern bestehen Radkörper und Lauffläche aus demselben Material.
Das ELESA Sortiment umfasst Räder aus Polyurethan, Thermoplast, Gummi und Duroplast und ermöglicht damit die Auswahl entsprechend den jeweiligen Einsatzbedingungen.
Nicht nur die Tragfähigkeit zählt
Für die richtige Auswahl müssen die tatsächlichen Betriebsbedingungen berücksichtigt werden. Neben der zu bewegenden Last spielen unter anderem die Anzahl der Räder, die Art der Bewegung, die Geschwindigkeit sowie mögliche dynamische Belastungen eine Rolle.
Auch die Beschaffenheit des Bodens, Temperatur und Umgebungsbedingungen können die Wahl beeinflussen.
Genau diese Faktoren werden wir in den nächsten Beiträgen unserer Serie genauer betrachten.
Lenk- oder Bockrolle?
Auch das Gehäuse hat einen wesentlichen Einfluss auf das Fahrverhalten. ELESA kombiniert seine Räder je nach Ausführung mit Gehäusen aus verzinktem Stahlblech, Edelstahl AISI 304 oder elektroschweisstem Stahl. Grundsätzlich wird zwischen Bock- und Lenkgehäusen unterschieden.
Lenkrollen ermöglichen Richtungsänderungen und erhöhen damit die Manövrierbarkeit. Bockrollen unterstützen dagegen eine stabile Bewegungsrichtung. Die richtige Kombination hängt davon ab, wie die jeweilige Maschine oder der Transportwagen bewegt werden soll.
Schritt für Schritt zum passenden Rad
Die Auswahl eines Industrierades ist somit immer das Ergebnis mehrerer Faktoren. Material, Konstruktion, Tragfähigkeit, Geschwindigkeit, Boden und Einsatzumgebung müssen gemeinsam betrachtet werden.
In unserer neuen Serie rund um Räder und Rollen greifen wir diese Kriterien Schritt für Schritt auf und zeigen, worauf es bei der Auswahl für industrielle Anwendungen ankommt.
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